Sonntag, 27. Mai 2012

Warum ich nie Filmkritiker werden könnte (oder: Ich seh' hier keine schlechten Filme!)

Ich schau ja gerne Filme. Mein Problem ist nur: Ich kenne zu wenig Filme. Da ich in meiner Kindheit weder in den Genuss von privaten Fernsehsendern, noch von Taschengeld in einer Höhe, die Kinobesuche ermöglicht hat, gekommen bin, weist mein cineastisches Portfolio leider erhebliche Lücken auf. Ich hab noch eine Liste von über 40 Filmen, die ich noch nicht gesehen habe, die man aber gesehen haben muss (und selbst die ist immer noch sehr lückenhaft). Aber ich tue mein Bestes, um möglichst viel aufzuholen.

Meine andere Schwäche ist das Bewerten von Filmen. Ich bin eigentlich ziemlich leicht zufrieden zustellen. Wo andere Leute über Schnitt, Kameraführung oder Logiklücken in der Story meckern, zucke ich nur mit den Schultern. Solche Dinge fallen mir so gut wie gar nicht auf. Ich mache höchstens mal eine geistige Notiz, wenn ein Schnitt oder eine Kamerafahrt besonders gut gelungen oder außergewöhnlich war. Aber die wichtigste Frage, die ich mir nach einem Kinobesuch (oder jeder anderen Filmanschauung) stelle ist:

Hat mich der Film gut unterhalten?

Wenn ich diese Frage mit "ja" beantworten kann, bin ich eigentlich schon zufrieden. Klar gefallen mir dann einige Streifen besser als andere und - man mag es kaum glauben - einige finde ich sogar unfassbar gut, aber hauptsache ein gewisses Maß an Unterhaltung ist gegeben.

So fand ich zum Beispiel "Sucker Punch" relativ gut gelungen, obwohl er - laut Kritikern - ziemlich schlecht gewesen ist (und diese Kritiken kann ich total nachvollziehen). Aber hey! Der war halt irgendwie abgedreht und anders, in einem gewissen Sinne lustig - und er hatte Zombies! Und riesige japanische Viecher mit Gatling Guns! Plus: Wir konnten nach dem Kino noch lange über den Film diskutieren - noch besser ging das bei "Source Code" und allein die Tatsache, dass ein Streifen so etwas schafft macht ihn schon gut. Oder auch der Film, den ich heute erst im Kino gesehen habe "Dark Shadows". Meine Begleitung - sonst ein Liebhaber von Tim-Burton- und vor allem Johnny-Depp-Filmen sowie bekennender Fan von Sweeny Todd - war ziemlich entgeistert über die Leistung des Regisseurs und die offensichtlichen Story-Schwächen. Für mich hat der Film aber von vorne bis hinten gestimmt. Typischer Burton/Depp-Streifen, mit vielen Lachern super gutem Soundtrack und einer (zugegeben nicht immer 100%ig) tollen Besetzung.

Was aber nicht heißt, dass es nicht auch Filme gibt, die ich schlecht finde. Darunter fallen zum Beispiel - und jetzt haltet euch fest -  "Matrix" und "The Dark Knight" (letzterer ist in meinen Augen der am meisten überbewertete Film den ich kenne, wobei hier wieder Problem: siehe 1. Absatz dieses Posts). Irgendwie haben die mich nicht wirklich angesprochen. Vielleicht war's die Story oder das Setting - ich weiß es nicht.

Genau so wenig kann ich mir die Frage beantworten: Habe ich einfach einen schlechten Geschmack, habe ich zu wenig Ahnung von Filmen, bin ich zu unkritisch oder bin ich doch einfach nur zu leicht zufreiden zustellen?

Dienstag, 10. April 2012

Keelah se'lai, Mass Effect!

Aaaachtung, der folgende Text könnte den ein oder anderen Spoiler enthalten. Wenn ihr Mass Effect 3 also noch nicht durch habt, solltet ihr jetzt schleunigst diese Seite verlassen. Falls ihr doch weiter lest, sagt später nicht, ihr wäret nicht gewarnt worden!

So schlecht kann es doch gar nicht werden! Das habe ich mir während der fast 40 Stunden Mass Effect 3 immer wieder eingeredet. Bioware hatte doch den ganzen Rest der Serie so unfassbar gut und episch hinbekommen, da können sie doch jetzt bei der letzten Mission, der finalen, alles entscheidenden Schlacht nicht schlapp machen. Doch ich habe vergeblich gehofft. Zwar fängt der finale Kampf mit unglaublich coolen Render-Sequenzen an - so wie man sie halt erwartet, nur 10mal so episch - doch dann folgt ein unterirdisch einfallsloses Laufe-mit-deinem-Squad-von-A-nach-B-und-töte-alle-Gegner-Level, das sich kaugummiartig in die Länge zieht. Keine heiklen Entscheidungen, die getroffen werden müssen, niemanden den man in Spezialistenteams einteilen muss, nur ich, Tali und Garus, die sich stumpf durch Reaper-Horden ballern.

Unterbrochen wird das ganze nur durch eine kurze Lagebesprechung, vor der ich noch einmal mit einigen Crewmitgliedern und Freunden reden kann, gefolgt von einer finalen Ansprache vor versammelter Mannschaft. Noch ein paar Gegnerhorden später finde ich mich auf der Citadel wieder. Etwas Gerenne, etwas Gelaber und einige - zugegeben wieder recht coole - Cutscenes, stehe ich vor meiner letzten Entscheidung. Und was habe ich für tolle Optionen!


Nr. 1: Ich gehe eine Symbiose ein, wodurch sich - aus welchem Grund auch immer - alles Leben in der Galaxie verändert.

Nr. 2: Ich versuche die Reaper zu kontrollieren, was aber wahrscheinlich von nur mittelfristigem Erfolg sein wird.

Nr. 3: Ich zerstöre alles synthetische Leben in der Galaxie inkl. Reapern.

 Und das Beste: Egal was ich mache, ich gehe auf jeden Fall dabei drauf!


Ich habe mich übrigens für die dritte Variante entschieden. Und nun? Ich sterbe, die Reaper werden vernichtet, die Masseneffektportale werden vernichtet, die Normandy stürzt ab und landet auf einem wunderhübschen Urwaldplaneten not. Joker, Tali und Garrus steigen unversehrt aus. Es ist zu Ende. Nie wieder werde ich, Commander Pad Shepard, einen Fuß auf die Normandy setzen, Seite an Seite mit meiner Crew - meinen Freunden - kämpfen, die Galaxie gegen ihre Feinde schützen. Denn die Galaxie ist jetzt frei und ich bin tot.

Doch was wird aus den anderen? Alle Spezies sind im Krieg näher zusammen gerückt aber wie wollen sie weiterleben? Wie kommen sie zurück auf ihre Heimatplaneten? Die Masseneffektportale sind zerstört und mit normalen ÜLG-Antrieben bräuchte man mehrere Jahrzehnte. Tali wird also nicht zu ihrem lang ersehnten Haus auf Rannoch kommen und Garrus wird wohl nie wieder Palaven betreten. Was wird aus Joker? Die beiden Dinge, die er am meisten geliebt hat, EDI und die Normandy, sind fort. Was macht Tali jetzt ohne mich? Warum konnte ich keine friedliche Zukunft mit ihr haben, in dem Haus an der Stelle an der sie als erste Quarianerin seit Jahrhunderten einen Fuß auf Rannoch gesetzt hatte? Warum musste ich sterben? Ja, ich - erste Person. Denn das war nicht irgendein x-beliebiger Videospielcharakter, der von ein paar Polygonen dahingerafft wurde, es war Pad Shepard, mit dem ich viele Stunden, ja Tage, in dieser Galaxie verbracht habe, mit dem ich so viel erlebt habe, mit dem ich bei jeder falschen Entscheidung, jedem Rückschlag aber auch jedem Erfolg mitgefühlt habe. In einer gewissen Weise war er ich.

Jetzt ist alles vorbei und irgendwie fühle ich mich traurig und leer. Ich wollte nicht, dass es so endet.


Keelah se'lai.

Freitag, 2. Dezember 2011

Battlefield mit Hindernissen

Es gibt ja Ereignisse auf die man sich lange im Voraus freut. Zum Beispiel Weihnachten, Urlaub oder ein Konzert, für das man die Karten schon Monate im Voraus gekauft hat. Wenn so was dann ins Wasser fällt, ist man natürlich dementsprechend enttäuscht.

In meinem Fall war das anders: Ich hätte kochen können vor Wut. Das Objekt der Vorfreude: Battlefield 3. Seit Anfang des Jahres habe ich auf dieses Spiel gewartet. Und natürlich habe ich es mir rechtzeitig vorbestellt – dem guten Pfund-Kurs sei dank in England. Nun ist es ja bekannt, dass Pakete aus dem Ausland etwas länger brauchen, um beim Empfänger anzukommen. Als die Fracht eine Woche nach dem deutschen Release immer noch nicht ankam wurde ich doch schon etwas ungeduldig. Aus der einen Woche wurden zwei und schließlich fast ein ganzer Monat.

Wie sich später herausstellte, hatte DHL rechtzeitig – nämlich am Releasedatum – versucht das Paket zuzstellen, was auf Grund der Abwesenheit des Adressaten nicht so recht klappen wollte. Die Sendung bei einem Nachbarn abzugeben, war wohl auch nicht möglich oder einfach zu aufwendig. Ebenso eine Benachrichtigungskarte in den Briefkasten zu werfen. Das Ende vom Lied war dann, dass unser Paket gut 4 Wochen bei der Post zur Abholung lag – ohne das wir davon wussten – bevor es dann wieder an den Absender zurück ging.

Mit gut einem Monat Verspätung und für 10 Euro mehr, habe ich mir das Spiel dann beim örtlichen Elektrofachmarkt besorgt. Die Kampagne ließ sich auch noch super spielen. Als ich dann aber in den Multiplayer wechselte begannen die Probleme: Das Spiel ließ sich nicht mehr starten. Normalerweise lässt sich sowas durch etwas googeln und ein paar Mausklicks schnell beheben. Mein Problem war allerdings ein spezial gelagerter Sonderfall. Im Internet gibt es unzählige Spieler, die von dem selben Problem berichteten – und ungefähr genau so viele Lösungsvorschläge. Ich hab sie alle ausprobiert: Battlefield und Origin neuinstallieren, Punkbuster updaten, neueste Grafiktreiber installieren, ältere Grafiktreiber installieren, alle erdenklichen Programme als Adminstrator ausführen, in der Registry rumbasteln, Windows wiederherstellen, einen anderen Browser verwenden und alle Firewalls und Antivirenprogramme auszuschalten.

Nebenbei sei erwähnt, dass ich auch versucht habe mich an den technischen Support von EA zu wenden. Wobei es zunächst wirklich nur bei dem Versuch blieb. Wenn man die Kundenhotline anruft zahlt man nämlich den normalen Festnetztarif. Das wäre auch nicht weiter schlimm gewesen, hätte die vorausichtliche Wartezeit nicht 1 Stunde betragen. Nett, dass man mich da an den englischsprachigen Support verweisen wollte, wo ich nur 10 Minuten gewartet hätte. Vielleicht sollte ich auf der Arbeit auch mal von meinen Kunden verlangen Englisch mit mir zu reden, damit sie schneller dran kommen. Zum Glück gibt es ja noch den Support per Livechat – ach, natürlich auch nur in englischer Sprache. Aber besser als gar nichts. Da bekam ich auch zwei mal einen Lösungsvorschlag, den ich noch nicht probiert hatte. Bis es soweit war bedurfte es aber auch einiger Zeit und einiger Wiederholungen. Ich bin mir echt nicht ganz sicher, ob das ein echter Mensch oder ein Bot war mit dem ich da gechattet habe. Letztendlich brachten mich die Ratschläge aber auch nicht weiter.

Das gewünschte Ergebniss erzielte ich erst, als ich Origin Ingame deaktivierte und Battlefield, ein Programm, für das Windows 7 als empfohlenes Betriebssystem ausgewiesen ist – und das muss man sich jetzt mal auf der Zunge zergehen lassen – im Windows XP-Kompatibilitätsmodus startete. Ernsthaft? Das ist die randomste Fehlerbehebung, die ich je gesehen habe. Aber was lernen wir daraus? Man sollte nichts unversucht lassen, um ein Problem zu lösen. Wenn mein Auto mal irgendwann kaputt geht, leg ich es also einfach aufs Dach und schmiere es mit Nutella ein, das müsste dann irgendwie helfen.

Montag, 21. November 2011

Zukunft, bleib weg!

Oh mein Gott, es ist so frustrierend! Seit Wochen schieb ich es vor mir her, Bewerbungen zu schreiben. Es ist schon bald zu spät damit anzufangen. Nun hab ich mir extra zwei Tage Urlaub genommen um das endlich mal auf die Reihe zu bekommen aber zuerst hab ich den halben Tag verschlafen und mit dem Rest hab ich auch nicht viel Sinnvolles angefangen.

Zum Glück hab ich noch meine alten Bewerbungen von vor 2 Jahren. Die muss ich eigentlich nur etwas bearbeiten. Mit dem tabelarischen Lebenslauf hab ich das auch schon geschafft. Das Anschreiben ist auch schon so halb fertig, fehlt nur noch ein Absatz außerdem das Deckblatt und ein Bewerbungsfoto. Das hört sich jetzt nicht nach viel an, aber zufrieden bin ich mit dem Ergebniss noch lange nicht. Es nervt mich einfach, dass ich immer so leicht abgelenkt bin und andere Sachen mache. Das was ich heute geschafft habe, wäre sonst eine Arbeit von nicht mal einer Stunde gewesen. Ich bin einfach sehr gut darin solche wichtigen Sachen aufzuschieben. Und je länger ich diese Bewerbungssache aufschiebe, desto schwieriger wird es einen Ausbildungplatz zu finden.

Erschwerend kommt hinzu, dass ich noch nicht mal weiß, was ich überhaupt will. Also was ich machen will ist mir schon klar, aber wo?

Hildesheim? Da komme ich her. Meine Familie wohnt hier, genau so mein bester Freund und nicht zuletzt meine Freundin. Vielleicht muss sie ja noch ein zwei Semester an ihr Studium dranhängen. Soll ich sie etwa in der Zeit alleine lassen? Aber was mach ich, wenn sie dann doch fertig ist und ich noch zwei Jahre hier gebunden bin?

Berlin? Eine Stadt, die mich seit langem fasziniert. Lange Zeit war für mich klar: "Da willst du später mal hinziehen!" Aber muss dieses "Später" jetzt sein? Ich habe hier einige Freunde, die ich gerne öfters sehen würde. Nur was wird dann aus meinen anderen Freunden, die dann noch weiter weg wohnen?

Göttingen? Bis jetzt mein Favorit. Drei meiner wichtigsten Freunde wohnen hier (nächstes Jahr sind wahrscheinlich noch mal zwei mehr). Die letzten LAN- und Sturmfreiwochenenden/-wochen haben mir gezeigt, wie unglaublich cool es wäre mit ihnen in einer großen WG zu wohnen und seit unserem ersten Treffen im März hätte ich ohne zu zögern sofort "ja" gesagt, wenn sich das angeboten hätte. Aber wenn mans jetzt mal objektiv betrachtet. Was ist nach zwei Jahren, wenn die drei mit dem Bachelor durch sind? Sitze ich dann fest in einer Stadt, zu der ich sonst keine Verbindung habe und in der ich niemanden kenne? Würde meine Freundin überhaupt mitkommen und dort Arbeit finden?

Wie mans auch dreht und wendet: Irgendwie werde ich mit jeder Entscheidung irgendwo unzufrieden sein. Aber erstmal brauch ich überhaupt einen Job. Hoffentlich bekomm ich das mit den Bewerbungen noch auf die Reihe.

Rollenspiele, Wochende und Stuff

Sachen, die fast drei Jahre irgendwo rumgelegen haben, sollte man erst einmal mit Vorsicht begutachten. Also von außen sieht er gut aus, fühlt sich auch noch normal an und riecht auch nicht streng - ja, den Blog kann man nochmal benutzen! Also:

Ich hasse Rollenspiele. Okay, das war jetzt etwas übertrieben. Sagen wir mal, ich versuche mich von ihnen fernzuhalten - bis auf Mass Effect, aber das zählt nicht. Dieses Fantasy-Gedöns spricht mich irgendwie nicht so an und selbst Fallout New Vegas, dessen postnukleares Szenario ich eigentlich ganz toll fand, konnte mich nicht lange fesseln. Und da ich weiß, dass das so ist und weil ich weiß, dass sich Spiele, von denen ich eigentlich glaube, dass ich sie nicht mögen würde, von denen andere aber behaupten, dass sie gut sind, sodass ich glaube, dass ich sie vielleicht doch mal ausprobieren sollte, meistens dann doch scheiße sind, habe ich mich bis jetzt der Versuchung mir Skyrim zukaufen widersetzen können. (Wer den voherigen Satz beim ersten mal lesen verstanden hat, bekommt nen Keks)

Am Wochenende war ich in Göttingen bei einer total lieben WG, die auch einen gewissen Ex-Gamestar-Praktikanten beherbergt. Der hat Skyrim auf seinem Steam-Account und da dachte ich mir: Fragen kostet nix und mal antesten kann nicht schaden. Und nach den ersten paar Stunden muss ich sagen: Das Spiel gefällt mir doch ganz gut. Ich bin jetzt zwar nicht so geflasht wie manch anderer, aber durchaus angetan. Die Spielwelt hat wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaften (da reitet man auch gerne mal eine Viertelstunde durch die Gegend und freut sich einfach nur darüber, wie hübsch und idyllisch allest ist), die Story scheint ganz nett und die Musik ist verdammt noch mal fucking EPISCH! Ich glaube ich sollte meine Meinung über des Genre noch mal überdenken - und mir Skyrim kaufen.

 Wo wir grade bei episch waren: Der Rest des Wochenendes war auch ganz cool. Wir hatten viel Spaß, ich kenne jetzt endlich das Leben des Brian und Kick-Ass und ich kam endlich mal in den Genuss von Salos Massage-Künsten. Da war es dann auch nicht mehr so schlimm, dass das Konzert, für das wir eigentlich nach Göttingen gefahren sind, abgesagt wurde. Und da will man dann auch garnicht mehr nach Hause. Es ust unglaublich blöd, wenn die Freunde so weit weg wohnen. Aber da hilft wohl nur hinterher ziehen. Es wird wohl Zeit, dass ich anfange mir dort einen Job zu suchen.

Eine weitere interressante Erkentniss des Wochenendes ist, dass man nachts viel besser Auto fahren kann. Wenn die Straße frei ist, kann man genau die Geschwingkeit fahren, die man fahren will, kaum rote Ampeln, da hat man ein ganz anderes Fahrgefühl. Alles läuft viel "flüssiger". Außerdem kommt man auf sehr komische Gedanken. Mir ist zum Beispiel das erste Mal aufgefallen, dass es vielleicht ganz cool gewesen wäre, wenn ich meinen Opa mal kennen gelernt hätte. Mich würde intressieren, was er für ein Mensch war. Aus den Erzählungen meiner Mutter weiß ich nur, dass er ein humorvoller Typ war.

Andererseits, warum sich den Kopf darüber zerbrechen? Sollte ich ihn überhaupt mal treffen, dann erst wenn ich gestorben bin und das dauert hoffentlich noch lange. Bis dahin sollte ich mich vielleicht mit den Problemen der Gegenwart beschäftigen oder alles mal nicht so ernst nehmen und ein bisschen chillen. Was ein Glück, dass ich morgen und übermorgen Urlaub habe! :)

Sonntag, 15. Februar 2009

Die ersten Gehversuche mit Linux oder Wie baue ich mir ein mechanisches Dual-Boot-System?

Wie ihr ja nun schon wisst, plagt mich derzeit die Langeweile. Gestern war mir sogar so langweilig, dass ich mich dazu entschlossen habe einfach mal Linux auszuprobieren. Kann ja nicht so schwer sein, dachte ich. Nach ein wenig Gegoogle und Rumgefrage, sowie einigen Problemen mit meinem Brenner hatte ich dann auch schnell eine bootfähige Ubuntu-CD.

Also konnte ich so langsam die Installation vorbereiten. Da ich bei solchen Sachen immer sehr vorsichtig bin und zu faul war eine umfangreiche Datensicherung zu starten, wollte ich meine Windows-Partition natürlich behalten und damit ich auch ja nicht aus Versehen irgendwas Falsches weg formatiere, sah ich mich gezwungen meine Vista-Platte sicherheitshalber zeitweise abzuklemmen. Auch wenn ihr jetzt denkt ich bin verrückt, aber ich kann einfach nicht vorsichtig genug sein. Deswegen musste ich die Installation auch zweimal abbrechen, da ich mir bei einigen Sachen nicht sicher war und diese lieber noch mal nachgelesen habe. Irgendwann hab ich es dann aber doch gebacken bekommen und über meinen Bildschirm flackerte ein nagelneues Linux Ubuntu. Und das ganze funktionierte sogar super gut. Von einem Client, der alle möglichen Instant-Massaging-Dienste unterstüzt, über Open Office, bis hin zu GIMP und Multimediaanwendungen war alles schon vorinstalliert. Das Ganze war auch super leicht zu bedienen und ich hatte bis jetzt auch kaum Probleme mit dem System. Ab und zu gab es zwar einige Sachen, die nicht auf Anhieb so funktionierten, wie sie sollten, aber nichts, was man nicht unter zur Hilfenahme von Google hätte beheben können und ich denke mal, mit der Zeit lernt man dazu und wird irgendwann alleine damit fertig, so wie es bei den meisten neuen Sachen ist, die man lernt.

Eigentlich gibt es, abgesehen davon, dass ich mit Linux erst noch etwas Erfahrung sammeln muss, nur zwei Gründe, warum ich Vista noch nicht von meiner Platte geschmissen hab: 1. Es sieht besser aus als Ubuntu (ich gebe zu , ich stehe auf dieses klicki-bunti Aero) und 2. Laufen auf Linux nur wenige kommerzielle 3D-Spiele, was für einen Zocker wie ich es bin, natürlich ein Problem darstellt. Da ich ja nun aber zwei Betriebssysteme auf einem PC habe, müsste ich nach dem Einschalten des Computers ja eigentlich gefragt werden, welches ich denn nun booten möchte. Aus irgendeinem Grund führt GRUB, der Boot-Manager von Linux, Vista aber gar nicht auf, vielleicht liegt es ja einfach nur daran, dass die Festplatte mit der Windows-Partition bei der Installation von Ubuntu gar nicht angeschlossen war. Auf jeden Fall musste ich das Problem irgendwie beheben. Allerdings hab ich bis jetzt nichts Vernünftiges gefunden, das mich Vista in GRUB oder Linux in den Windows Boot-Manager hätte eintragen lassen können. Aber ich habe einen Weg gefunden trotzdem beide Systeme booten zu können, ganz manuell und mechanisch. Wie funktioniert das? Ganz einfach. Ich habe also: Festplatte 1 mit Vista und eine Partition mit Musik und Fotos, Festplatte 2 mit Linux und ein Partition mit Games und wichtigen Programmen für Vista. Wenn ich nun gerade Ubuntu nutze und auf Vista umsteigen will, muss ich erst den PC runterfahren, Festplatte 2 abstöpseln, den PC wieder anschalten und schon wird das Windows OS geladen. Um nun auch noch alle installierten Programme nutzen zu können, muss ich den Rechner wieder runter fahren, Festplatte 2 wieder anschließen und den PC wieder hoch fahren. Will ich wieder zurück zu Ubuntu geht das ganze Spiel von vorne los, diesmal eben umgekehrt.

Mal sehn, wie lange ich das Spiel durchhalte und ob ich Linux dauerhaft nutzen werde. Experimentierfreudigen kann ich dieses Betriebssystem aber auf jeden Fall empfehlen.
So long...

Oh mein Gott... es lebt!

*staub wegpust* *hust* Man, hab ich mich hier schon lange nicht mehr drum gekümmert und das, obwohl ich eigentlich mehr als genug Zeit dafür gehabt hätte. Aber worüber sollte ich auch schreiben, wenn nichts Interessantes in meinem Leben passiert? Okay, das war jetzt ne schlechte Ausrede. Natürlich hab ich in den letzten Monaten genug Dinge erlebt. Da war die GC, der zehnte GIGA-Geburtstag, Weihnachten, Neujahr, einige Treffen mit Mareike und, und, und. Das Problem war folgendes: Entweder konnte ich mich nicht dazu aufraffen irgendwelche (Achtung Ironie) super tollen, kreativen Texte zu verfassen oder ich hat grade irgendwas anderes zu tun.

Warum ich grade jetzt wieder anfange zu bloggen? Meine Freundin ist das ganze Wochenende auf einem Workshop in Köln, GIGA wurde eingestellt, die GFD ist aufgrund technischer Probleme offline und meine DVDs kenn ich inzwischen auch alle auswendig – kurz: mir ist langweilig. Eine super Gelegenheit meine wenigen kreativen Gehirnwindungen zu quälen um diesen Blog zu reaktivieren. Mal sehen, wie lange ichs dies Mal durchhalte. ;) In diesem Sinne: Stay tuned!